98 Prozent der Opfer sind Zivilisten

- © Bruno Stevens / Cosmos 2006
Streubomben sind Angriffswaffen, die konzipiert sind, um Kampfzonen zu neutralisieren. Doch sie sind ungenau und treffend während der Bombardierungen unausweichlich auch zivile Gebiete. Ausserdem explodieren fünf bis 40 Prozent der Streumunition nicht beim Aufprall.
Auf diese Weise werden sie de facto zu Antipersonenminen. Sie verseuchen so die bombardierten Territorien und bedrohen die Bevölkerung auch noch nach dem Ende einer bewaffneten Auseinandersetzung. Beim geringsten Kontakt verstümmeltn, verbrennen und töten sie ihr Opfer. Jeden Tag laufen unschuldige Menschen im Libanon, im Irak, im Kosovo, in Afghanistan oder jetzt auch in Georgien die tödliche Gefahr während ihrer Alltagsaktivitäten auf eine Streumunition zu treten. Es wird unerträglich den Weg zur Schule oder zur Arbeit zu gehen oder die Felder zu bestellen, wenn auch jede noch so kleine Bewegung tödlich enden kan. 27 Prozent der Opfer von nicht explodierten Streumunition sind Kinder. Sie werden von ihren bunten Farben angezogen und verwechseln sie haüfig mit Nahrungsmittelverpackungen oder Spielzeug.
